Sicherheit geht vor: Gefahrstoffe im Kfz-Betrieb sicher managen

Die Anwendung und Aufbewahrung von Werkstattchemie wird vielerorts noch immer auf die leichte Schulter genommen. Doch die Risiken sind hoch, weshalb die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) den Umgang damit regelt. Liqui Moly, Kfz-Profi nicht nur als Hersteller von Ölen, sondern auch als Lieferant von Schmier- und Reinigungsmitteln bekannt, hat vor diesem Hintergrund ein komplettes Gefahrstoffmanagement für Kfz-Werkstätten entwickelt.

Chemische Produkte, allen voran die brennbaren und leicht entzündlichen, haben in modernen Kfz-Werkstätten einen großen Stellenwert. Neben den Einsatzgebieten, wo sie unabdingbar sind, beispielsweise für die Schmierung, erleichtern sie auch viele Tätigkeiten, etwa das Reinigen verschmutzter Komponenten oder Ähnlichem. Deswegen kommt wohl jeder Kfz-Fachmann permanent damit in Berührung.

Dementsprechend muss auch jeder Mitarbeiter mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut sein, die für Lagerung, Transport und Anwendung solcher Produkte wichtig sind. Laut § 14 der Gefahrstoffverordnung (s. auch Info ganz unten) sind Kfz-Unternehmer deshalb dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter jährlich im Rahmen der Betriebsanweisung über mögliche Gefährdungen und entsprechende Schutzmaßnahmen mündlich zu unterweisen.

Inhalt und Zeitpunkt dieser Unterweisung muss der Unternehmer schriftlich festhalten, der oder die Mitarbeiter müssen dann mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie unterwiesen worden sind.

Unterstützung vom Profi Liqui Moly bietet seinen Kunden an, diese jährliche Unterweisung vor Ort vorzunehmen. Als Grundlage dienen die Sicherheitsdatenblätter, die auch unter www.liqui-moly.de zum Download bereitstehen. In einem Gefahrstoffverzeichnis (laut § 6 GefStoffV Pflicht), das die Chemieprofis des Unternehmens individuell erstellen, sind alle in der Werkstatt zum Einsatz kommenden Liqui-Moly-Produkte aufgelistet.

Ab einem Gesamtvolumen von 5 l müssen Aerosole in einem Stahlschrank aufbewahrt werden, so die “Technische Regel für Gefahrstoffe” (TRGS 510, siehe auch Info ganz unten). Maximal dürfen es 25 l sein.

Ein Hilfsmittel, das Liqui Moly seinen Kunden hierzu zur Verfügung stellt, ist ein spezieller Serviceprodukteschrank. Dieser bietet mit seinen 25 l Gesamtvolumen Platz für die Gefahrstoffe, die in der Werkstatt gelagert werden dürfen. Der Hängeschrank ist mittels Bügelschloss abschließbar und sechsfach unterteilt. So lassen sich die unterschiedlichen gefahrstoffhaltigen Produkte übersichtlich aufbewahren. Und in einem Fach in der Tür ist Platz für die dazugehörigen Sicherheitsdatenblätter.

Laut § 7 der Gefahrstoffverordnung darf der Arbeitgeber eine mit Gefahrstoffen verbundene Tätigkeit erst aufnehmen, nachdem im Sinne der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen wurde. Hierfür stellt Liqui Moly entsprechende Checklisten und Zusatzinformationen zur Verfügung.

Auch für die seit 2009 in Kraft getretene GHS (global harmonisiertes System), die der weltweit einheitlichen Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien dient, bietet das Unternehmen Unterstützung bei der Umsetzung und erklärt den Werkstattprofis die Unterschiede zwischen der alten und neuen Kennzeichnung.

Damit es für die Werkstätten nicht teuer wird, ist Vorsicht geboten: Denn Verstöße können auf Basis des Chemikaliengesetzes mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Professionelle Hilfe ist deshalb sicher empfehlenswert, denn mit gut geschultem Personal lassen sich Unfälle und damit verbundene (kostentreibende) Ausfallzeiten vermeiden sowie Rechtssicherheit herstellen. Infolgedessen kann sich der Kfz-Unternehmer auch wieder besser auf sein Kerngeschäft konzentrieren.


Weiterführende Informationen

Der gesamte Gesetzestext der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ist im Internet unter:

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/gefstoffv_2010/gesamt.pdf

abrufbar, die “Technische Regel für Gefahrstoffe” (TRGS 510) unter:

http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/TRGS-510.html.


Quelle: Krafthand 19/2013 - Autor: Thomas Mareis